Nach dem Wegfall der Verpackungsordnung kann jedes Lebensmittel in jeder Größe verkauft werden. Schon hier sollte man die Augen aufhalten und vergleichen, hieß es.
Mein erstes Problem war jetzt, dass ich mir fast sicher war, dass das Produkt XY vorher mehr in der Packung hatte, während der Preis gleich geblieben war. Aber ich hatte nicht bei mir abgespeichert, wieviel Gramm vorher zu welchem Preis verkauft worden waren und legte es mit dem Gefühl in den Einkauswagen, dass ich mehr bezahle als zuvor.
Es bleibt ja noch der Grundpreis je Kilogramm zum Vergleichen. Leider sind diese Grundpreise oft so klein gedruckt, dass Brille oder sogar Lupe notwendig sind, um sie entziffern zu können.
Gestern kam ein Bericht im Fernsehen. In diversen Läden waren Testeinkäufe vorgenommen worden und dabei hat sich heraus gestellt, dass bei jedem 10ten Einkauf sogar der Grundpreis falsch war und die Bezeichnung auf dem Produkt ansich von der auf dem Preisschild abwich. So stand zum Beispiel auf dem Produkt eine Mengenangabe von 300 Gramm für 3,99 Euro, während das Preisschild zwar den gleichen Preis hatte, der aber für eine Mengenangabe von 250 Gramm galt.
Jetzt frage ich mich, ob wir zum Einkaufen jetzt nur noch mit Taschenrechner und Brille gehen müssen, um Preise vergleichen zu können. Abgesehen vom Zeitfaktor und dem enormen Aufwand, den der Verbraucher dadurch betreiben müsste, finde ich das mehr als ärgerlich! Wie schnell wird da ein vermeindlich preisgünstiges Produkt zur Kostenfalle!

